Diskriminierungen und Grenzüberschreitungen im Rahmen von studentischen Veranstaltungen sind keine Seltenheit. Dennoch blenden Veranstaltende diese Problematik häufig aus. „Uns wird das schon nicht passieren“, ist die nachvollziehbare Hoffnung, schließlich ist das Thema unangenehm und niemand möchte Teilnehmenden böse Absichten unterstellen.


Genau hier setzt die Awareness-Arbeit an. Awareness (engl. to be aware) bedeutet übersetzt „sich bewusst sein“. Bei Awareness-Konzepten geht es darum, die Problematik um mögliche Diskriminierungen und Grenzüberschreitungen als Teil der Veranstaltungsplanung zu verankern. Das Ziel ist dabei nicht, allen Teilnehmenden eine Garantie auf absolut sichere Veranstaltungen zu geben, das ist nicht möglich. Vielmehr geht es darum, proaktive Verantwortung für ein wertschätzendes Miteinander zu übernehmen, statt passiv zu hoffen, dass nichts passieren wird.

Dieser Workshop ist für alle Studierenden offen, die in ihrem Studienalltag in Veranstaltungsorganisation oder -durchführung involviert sind!

Im Workshop werden wir verschiedene Ansätze, Methoden und Herangehensweisen der Awareness-Arbeit besprechen und gemeinsam Konzepte für die jeweiligen geplanten Veranstaltungen erarbeiten. Beispiele, Anregungen und Wünsche können gerne vorab per Mail an kultur@stwm.de geschickt werden.

Anna Schiff ist Geschlechterforscherin und promoviert aktuell an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit zur Geschichte der Mädchensexualität. Wenn sie nicht gerade selbst forscht, spricht sie über Forschung und soziale Bewegungen. Sie hat die Argumentationshilfe „Ist doch ein Kompliment…Behauptungen und Fakten zu Sexismus“ verfasst. Außerdem hat sie ein Einführungsbuch zum Thema Sexismus geschrieben. Darin gibt sie einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche und feministische Positionen zum Thema Sexismus.

Termin: Samstag, 23.05.2026
Zeit: 13:00 - ca. 16:30
Ort: München (Genaue Informationen und Adresse senden wir einige Tage vor der Veranstaltung.)

Kursleitung: Anna Schiff
Kursgebühr: 1 Euro (mit Studierendenausweis)